Synchrones Abspielen von Midifile und Audio-Aufnahme im PCLP

Moderatoren: Andy, Victor

Antworten
Holly
Beiträge: 285
Registriert: 04.07.2006, 03:11
Wohnort: Sagard

Beitrag von Holly » 15.02.2007, 12:59

Hallo Delicado,

ist zwar nicht kostenlos, aber der Lyrioke-Maker kann das, was du brauchst......

Holly

Victor
Site Admin
Beiträge: 5882
Registriert: 26.10.2005, 02:31
Wohnort: Midiland

Beitrag von Victor » 15.02.2007, 15:20

Hallo delicado,

da greifen mehere Faktoren ein:

1° die Latenz der Soundmodule: die ist zwar da, aber relativ klein. In der Regel im Bereich von einigen Milisekunden, ansonsten könnte ja niemand "Live" damit spielen. Der VSC ist genau deswegen gar nicht dafür geeignet, da dessen Latenz (Response) uU. sogar bis 800ms sein kann und leider nicht gleichbleibend.

2° die Latenz der Midischnittstelle.

3° die Latenz der Aufnahme: diese ist abhängig von der Soundkarte und deren Treiber.

Ich habe ein Paar Tests mit meiner Hardware gemacht: Im Optimizer, Solo auf Midikanal 10, Ausgabe zu einem Roland SC-D70, direkte Digital-Aufnahme vom SC-D70. Bei Position 1920 ms ist die erste Note (eine Bass Drum). Die ersten Samples fingen bei 1924 ms an. Das ergibt einen Versatz von ca. 4 Milisekunden. Ich habe dann 20 Aufnahmen gemacht und diese verglichen. Der Versatz war zwischen 3 und 6 ms, nicht immer der gleiche, aber im Schnitt bei 4 ms.
Alternativ habe ich es mit der RME Fireface 400 probiert: über dessen Midi-Out den selben SC-D70 angesteuert, dann über Digital-Out (SPDIF) zurück zur Fireface. Der Versatz der weiteren 20 Aufnahmen war diesmal 5 Milisekunden, mit einer Streuung von ca. 1 ms (also zwischen 4,5 ms bis 5,5 ms).
Das beweisst dass der eindeutig bessere Treiber der Fireface den Versatz konstanter hällt.

Die Benutzung von Midi+Audio im PCLP ist gedacht um Chöre oder diverse Einlagen zu einem Midifile abzuspielen. Dafür ist ein Versatz von wenigen Milisekunden (bis ca. 10) nicht warnehmbar, daher akzeptabel.
Wenn es aber nicht um Chöre geht, sondern um eine Schlagzeugspur, dann ist das menschliche Ohr schon anspruchsvoller. In diesem Fall sollte man nicht nur die Schlagzeugspur als Audio speichern sondern gleich alle Spuren, oder zumindest alle wichtigen Spuren. Das Midifile kann dann noch Lyrics, die Steuerung der Lichtanlage oder Vocalisten beinhalten.
Beim Abspielen von mehreren Audiospuren im PCLP entsteht kein Versatz, so dass dabei keine Synchro-Probleme auftauchen werden.

Sollte bei Dir der Versatz bei Benutzung von Soundmodule grösser sein, dann kann es entweder die Latenz deines Soundmoduls sein (eher unwarscheinlich), oder die Latenz der Midi-Schnittstelle (was benutzt Du denn?) oder (eher am warscheinlichsten) die Aufnahme-Latenz Deiner Soundkarte.

Gruss,
Victor

Victor
Site Admin
Beiträge: 5882
Registriert: 26.10.2005, 02:31
Wohnort: Midiland

Beitrag von Victor » 15.02.2007, 18:31

Hallo delicado,

Holly hat Dich warscheinlich falsch verstanden.
Der PCLP synchronisiert eigentlich das Midifile zum Audio (und nicht umgekehrt). Das heisst dass Studio-Aufnahmen benutzt werden können, egal wie diese aufgenommen wurden, solange diese auch synchron zum Midifile sind. Benutze einfach das selbe Verfahren wie oben beschrieben und schau Dir dann das Audiofile an (mit einem Editor). Wenn die ersten Samples immer an der selben Position sind und diese mit der Position der ersten Note (fast) gleich ist dann klappt's.

Gruss,
Victor

PS. Ich kenne einige professionelle Sequencer die eine Abweichung des Versatzes von über 20 ms haben... :-(

Holly
Beiträge: 285
Registriert: 04.07.2006, 03:11
Wohnort: Sagard

Beitrag von Holly » 15.02.2007, 21:22

Hall Ihr beiden,

ja, ich hatte das wirklich zu flüchtig gelesen und gedacht, es sollen nur die Text-Events in einer Aufnahme vom Virtual Canvas gerade gerückt werden. Das Mit dem Synchronisieren des Midis mit der Wave hatte ich nicht mitbekommen. Sorry...

Holly

Antworten